Zu ungewohnter Zeit und an unüblicher Stätte trafen wir am Samstag Abend in der Halle in der Lützowstraße in einem Heimspiel auf die 3.Mannschaft des OSC Schöneberg-Friedenau, die uns aus dem überaus erfreulichen Hinspiel noch in guter Erinnerung war. Leider erlaubten uns inzwischen chronische Mobilisierungsprobleme nicht, in vergleichbar starker Besetzung anzutreten, was jedoch durch eine unglaubliche Anzahl an Freiwilligen aus unserer zweiten Mannschaft zahlenmäßig wieder mehr als kompensiert werden konnte. Dank dieser selbstlosen Unterstützung verfügten wir über eine vollbesetzte Bank, die auch in Motivation und Einsatzwillen dem Gegner in Nichts nachstand.
Die ersten Minuten verliefen dank einer sehr solider Abwehr vergleichsweise ausgeglichen. In unserem Angriff sorgte aber dann das fehlende Wurfglück sowie die starke Behinderung des Aufbauspiels durch eine offensive Abwehr für viele Gegenstößen des OSC, die uns früh in einen deutlichen Rückstand brachten. Unter fröhlichem Durchwechseln aller eingetragenen Mitspieler konnten wir nie eine ernsthafte Gefahr ausstrahlen, was sich auch im Halbzeitstand von 5:19 andeutungsweise ablesen lässt.
Nichtsdestotrotz kann die ungebrochene Moral auch nach dem Seitenwechsel gar nicht hoch genug gelobt werden. Insbesondere im letzten Spielabschnitt wurde eine Reihe gelungener Kombinationen gespielt, die immer häufiger am deutlich nachlassenden Torwart vorbei zum Torerfolg führten. Aus unseren Reihen ist vor allem Rainer in seiner neuen Position als Aufbauspieler auf Rückraum-Mitte als Lichtblick hervorzuheben. Derart gelang es uns, als gemeinschaftlichen Erfolg das Erreichen der in der Halbzeit ausgegeben Ziele von 20 eigene Treffern bei unter 40 Gegentoren auch umzusetzen. Die erste Mannschaft bedankt sich ausdrücklich für die geleistete Unterstützung unserer „Zweiten“, die durch Ihren heroischen Einsatz das Endergebnis von 20:38 im Rahmen des Erträglichen gehalten hat. |
Diesmal hatten wir in der heimischen Beusselburg Buckow zu Gast, eine spielstarke Mannschaft, die allerdings mittlerweile keinen Punkt mehr abgeben sollte, um oben dranbleiben zu können. Wie die Überschrift schon vorwegnimmt, an uns soll es schonmal nicht gelegen haben.
Zum Spiel: Auf das beim zugehörigen Auswärtsspiel praktizierte "Einlaufen mit Nachwuchskräften" wurde in Ermangelung derselben verzichten, die Spieler der Zweiten wurden in diesem Zusammenhang gar nicht erst in Betracht gezogen, als Glücksbringer wären sie an diesem Abend ohnehin nicht durchgegangen. Das Spiel begann dann erstmal recht flott und zumindest die ersten 4 Minuten auch gar nicht so schlecht. Nach etwa 10 Minuten hatte sich dann allerdings auch schon ein beachtlicher 7-Tore-Rückstand eingestellt, gepaart mit bereits 2 2min-Strafen für unseren Abwehrchef (der es dann für den restlichen Verlauf auch dabei bewenden ließ, dies allerdings mit einer beeindruckenden, mindestens genauso effektiven Leistung).
Diese erste Halbzeit nahm ohne nennenswerte Fortschritte ihren Lauf, und die beiden ausgezeichnet pfeifenden Schiedsrichter baten beim Stande von 8:17 zum Pausentee. Sicherlich wurde in diesen 10 Minuten beschlossen, sich nicht abschlachten zu lassen, allerdings war dies auch nicht wirklich zu befürchten, da die große Tordifferenz hauptsachlich in wenigen Minuten zustande gekommen war. Entsprechend gestaltete sich auch die zweite Hälfte, bemerkenswerterweise ohne Einbruch zu Beginn (hatte man ja bereits in der ersten Hälfte erledigt). Die gesamte zweite Halbzeit konnte relativ ausgeglichen gestaltet werden, was darauf zurückzuführen war, dass die Mannschaft geschlossen Moral bewies und das Spiel einfach angemessen und ungeachtet des Rückstandes zu Ende spielte. Falls Buckow in dieser Phase einen Gang zurückschaltete, so ließen sie sich dies zumindest nicht offensichtlich anmerken. Am Ende stand schließlich eine 25:37 Niederlage zu Buche.
Abschließend lässt sich sagen, dass man gegen einen äußerst spielstarken Gegner verloren hat, der zu Recht noch ins Aufstiegsgeschehen mit eingreifen kann.
Wir sollten uns aus diesem Spiel mitnehmen, dass es trotzdem irgendwie Spass gemacht hat, auch wenn wir selbst unseren Torwart gequält und teilweise kläglich verworfen haben. Ein besonderer Dank gilt all denen, die eigentlich schon weg sind, sich aus durchaus logischen Gründen noch keinen Verein in ihrer neuen Heimat gesucht haben und deshalb auch noch mitspielen konnten. Möge dieser Zustand zumindest noch bis zum Ende dieser Saison andauern. Amen. |