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Neuigkeiten
01.05.2010 Gelungene Generalprobe
 

Zum letzten Heimspiel der Saison hatten wir die Reserve des Vfl Tegel zu Gast. Nach der schwachen Vorstellung des letzten Wochenendes war hier zum einen Wiedergutmachung gefordert, zum anderen galt auch der psychologische Aspekt, das angeknackste Selbstbewusstsein wieder zu kitten, bevor es am kommenden Wochenende zum Relegationturnier gehen wird. Und last but not least wollten wir natürlich all das, was wir in den letzten Wochen in den Trainingseinheiten so mühsam einstudiert hatten, endlich auch einmal gewinnbringend einsetzen. Wir hatten uns also einiges vorgenommen.

Schon in den ersten Sekunden des Spiels zeigte sich, dass wir es ernst meinten. Auch wenn noch nicht alles technisch einwandfrei ausgeführt wurde - wir spielten mit hoher Einsatzbereitschaft, Kampfeswillen und mit viel Tempo. Die 6:0-Abwehr stand sehr stabil, wenn auch manchmal noch etwas zu passiv. Der Gegner kam nur zu wenigen Torchancen -  sobald uns der Ball in die Hände fiel, ging es mit hoher Geschwindigkeit und viel Druck nach vorne zum Gegenstoß. Teilweise überrannten wir den Gegner förmlich mit unserem Tempospiel. Im Positionsangriff spielten wir überlegt und konstruktiv und konnten somit die Fehlerquote wesentlich geringer halten als in den letzten Spielen. Der Halbzeitstand von 19:10 war absolut gerechtfertigt und verdient.

Die zweite Hälfte begannen wir mit der für uns neuen Abwehrformation 5:1 mit Paul auf der eins. Während die Abwehr besser funktionierte als erwartet, wies das Gegenstoßverhalten und das Angriffspiel plötzliche deutliche Schwächen auf. Die funktionalen Konzepte wurden nicht mehr konsequent von allen beachtet, was zu Einzelaktionen, zu frühen Abschlüssen und chaotischen Zufallspiel führte. Durch eine kurze Umstellung bekamen wir das aber recht ordentlich wieder in den Griff und konnten so den temporeichen, konstruktiven Torreigen wieder fortsetzen.

43:21 hieß es nach einseitigen, aber aus unserer Sicht sehr, sehr wichtigen 60 Minuten. Jeder von uns hat gestern gespürt, was wir gemeinsam leisten können, wenn wir zusammen konstruktiv an einem Strang ziehen. Sicherlich werden die beiden Gegner am kommenden Wochenende ein anderes Kaliber haben. Aber wie sagte Erich noch so schön:

"Unsere Stärke ist es, dem Gegner den Spaß am Handball zu nehmen." Tegel hatte gestern keinen Spaß - und ich verspreche den beiden anderen Aufstiegsaspiranten jetzt schon mal, dass es für Sie nicht allzuviel zu lachen geben wird. 


written by Trainer at 01.05.2010 - 10:31
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25.04.2010 Niederlage in Hellersdorf
 

Vielleicht war es zu früh für uns um 10 Uhr morgens beim TUS Hellersdorf. Vielleicht war der Ball auch nicht der allerbeste, weil doch ein wenig der Grip fehlte. Vielleicht kam uns auch die rutschige Halle nicht gerade entgegen. Ganz sicher aber haben heute alle von uns nicht einmal 50% ihrer Leistungsfähigkeit ausgeschöpft, was zu dieser ersten Niederlage unseres Teams seit vielen Monaten führte. Völlig verdient ließen wir beide Punkte beim 27:30 in Hellersdorf liegen.

Eine wirkliche Spielanalyse fällt mir heute sehr schwer, da sich das Geschehen nicht wirklich in "Phasen" einteilen lässt. Wir lagen eigentlich von Beginn an hinten - erheblich absetzen konnte sich die sehr selbstbewusst aufspielende junge Truppe des Gegners aber nie. Jederzeit hätten wir das Spiel umbiegen können, aber es wollte uns einfach nicht gelingen. Die sonst so stabile Abwehr war löchrig wie ein Schweizer Käse, Absprachen waren Fehlanzeige. Im Angriff gaben wir dem TUS die Bälle gerade zu in die Hand - schnelle Konter waren die Folge.

Kurz gesagt: Wir machten die Fehler - der Gegner wusste dies hocheffektiv zu bestrafen.

Was nun? Da wir längst für das Relegationsturnier um den Stadtliga-Aufstieg qualifiziert waren, ist diese Niederlage an sich völlig unbedeutend. Trotz alledem war dies ein deutlicher Dämpfer in der momentanen Aufstiegseuphorie. Es liegt nur an uns, wie wir nun psychologisch damit umgehen: Ist unser Selbstbewusstsein angeknackst? Oder war dies ein eher positiver Weckruf, sich noch einmal 2 Wochen richtig rein zu hängen?

written by Trainer at 25.04.2010 - 20:37
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17.04.2010 Pflichtsieg mit Möglichkeiten für "Experimente"
 

Am Freitag Abend zu gewohnter Zeit empfingen wir die sehr junge Truppe von TSC Berlin II in unserer Beusselburg. Da unser vorläufiges Saisonziel, der Einzug in die Relegation, quasi erreicht war, hatten wir die Möglichkeit, mit einigen neuen Spielweisen zu „experimentieren“. So versuchten wir es in der Abwehr mal mit der für uns ungewohnten 5-1 Deckung, im Angriff spielten wir zeitweise mit 2 Kreisläufern.

Das Spiel begann recht verhalten. Zwar zogen wir gleich zu Beginn mit drei Toren weg, doch aufgrund der ungewohnten Abwehrkonstellation sowie einiger verkorkster Abschlüsse konnte TSC auf 6:5 verkürzen. Nach und nach kamen wir mit der 5-1 Abwehr jedoch besser zurecht und verschoben konsequenter. Im Angriff fehlte uns dagegen weiterhin die Genauigkeit beim Abschluss. Auch die vom Trainer geforderten Tempogegenstöße wurden nicht konsequent genug umgesetzt. Da die Angriffe des Gegners jedoch ebenfalls harmlos blieben, stand es zur Pause trotzdem 10:7 für uns.

Zur zweiten Halbzeit fingen wir etwas konzentrierter an, sodass wir schnell einen 5 Tore Vorsprung hatten. Vorne riss das Spiel mit zwei Kreisläufern Lücken, die insbesondere Moritz hervorragend zu nutzen wusste und auch über die Außen und durch die etwas besser vorgetragenen Tempogegenstöße kamen wir zu leichten Toren. Die Fehlerquote im Angriff war jedoch insgesamt nach wie vor zu hoch. Zudem kam, dass wir viel zu viele Zwei-Minuten-Strafen kassierten (insgesamt 10, neuer Saisonrekord?!). Dennoch konnte uns der Gegner über weite Phasen des Spiels nicht viel entgegensetzen, sodass wir zum Ende mit 24:18 einen nie gefährdeten Sieg einfuhren.

Völlig unnötig waren unsere vielen Zwei-Minuten-Strafen, insbesondere infolge von Meckern. Auch sollten wir nicht so hektisch werden, wenn es mal nicht so gut läuft und uns dann nicht anmotzen, sondern uns vielmehr positiv anfeuern, auf dass es beim nächsten Mal besser wird. Dass wir nicht entscheidender gewinnen konnten, lag sicher auch an den für uns neuen Spielmöglichkeiten wie der 5-1 Deckung oder dem Spiel mit 2 Kreisläufern. Mit einer 6-0 Deckung wäre so ein Spiel deutlicher ausgegangen. Dass wir in den letzten Saisonspielen die Möglichkeit haben, solche Dinge auszuprobieren, ist ein Luxus, den wir nutzen sollten, da wir solche Möglichkeiten nächste Saison (hoffentlich in der Stadtliga) brauchen werden.

 

written by Trainer at 17.04.2010 - 10:56
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20.03.2010 Saisonziel zu 99% erreicht
 

Gestern war es endlich so weit - das langersehnte Zusammentreffen der beiden Teams, die sich noch ernsthaft um den Aufstieg in die nächsthöhere Stadtliga Gedanken machen konnten: Borussia Friedrichsfelde war zu Gast in unserer Beusselburg. Die Vorteile lagen klar auf unserer Seite: Das Hinspiel hatten wir für uns entscheiden können, in der Tabelle hatten wir 4 Punkte Vorsprung und unsere letzte Niederlage lag mehr als 4 Monate zurück. Entsprechend selbstbewusst konnten wir in dieses Spiel gehen.

Unsere Abwehr begann aggressiv und hochkonzentriert. Selbst minutenlange Angriffe des Gegners (es sei mir hier eine Frage an den Schiedsrichterlehrwart gestattet: Gibt es in der Bezirksliga keine passives Spiel?!?) führten nicht zu üblichen einschlafbedingten Konzentrationsschwächen - die Friedrichsfelder kamen einfach nicht durch. Wenn es ihnen dann durch Abpraller oder Zufallsprodukte doch einmal gelang, war unser Torwart mit starken Paraden zur Stelle. Unser "Sorgenkind" Angriff startet etwas verhaltener, kam aber nach und nach auf Touren. Nach 20 Minuten war ein ordentlicher Vorsprung von 10:2 zu unseren Gunsten zu verbuchen. Danach hätten wir das Spiel noch innerhalb der ersten Hälfte entscheiden können: Unzählige Chancen, teilweise völlig unbehindert, ließen wir aus und schossen - wie man im Handballjargon so schön zu sagen pflegt - den gegnerischen Torwart zum Weltmeister. So ging es mit "nur" 6 Toren Abstand bei 12:6 in die Kabinen.

Die zweite Hälfte begannen etwas chaotisch: Christoph fing sich innerhalb der ersten fünf Minuten zwei Hinausstellungen ein, wodurch ein konstruktiver, fehlerarmer Spielaufbau, den wir uns für die zweite Hälfte so sehr vorgenommen hatten, unmöglich wurde. Doch der Gegner konnte kein Kapital daraus schlagen und sollte den Abstand im Laufe des Spiels nie unter fünf Zähler drücken können. Es ware eine auf beiden Seiten zerfahrene Vorstellung, die die beiden Kontrahenten in dieser Phase ablieferten. Kaum Tore, viele Fehler, wenig Konstruktives war hier zu erblicken. In der 50. Spielminute gaben die Friedrichsfelder ihren defensiven 6:0-Deckungsverband zugunsten einer 4+2-Formation auf. Dies erwies sich zwar als mutiger, aber dennoch erfolgloser Schachzug, da wir in wenigen Minuten auf 20:11 davonziehen konnten. Spätestens hier bemerkten nun auch unsere Spieler, dass die Sache gelaufen war. Letztendlich gewannen wir mit 25:14 gegen einen sympathischen Gegner, der sich als fairer Verlierer zeigte.

Das Saisonziel, 2. Tabellenplatz und damit Qualifikation für das Aufstiegs-Relegationsturnier, haben wir nun zu 99% erreicht. Uns fehlt entweder noch ein Punkt aus den nächsten 3 Spielen oder eine Niederlage gegen Tus Hellersdorf mit weniger als 12 Toren. Alles in allem eine lösbare Aufgabe. ;-) Nun muss es darum gehen, das Tempo über die Zeit bis zum Aufstiegsturnier hoch zu halten. Von daher: Weiter ranklotzen - ausruhen is nich!!   

written by Trainer at 20.03.2010 - 12:58
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14.03.2010 mittäglicher Arbeitssieg in Kreuzberg
 

Aus Zeitgründen muss ich es heute ein wenig kurz machen: um 12 Uhr mittags mussten wir bei Landesbank Berlin in Kreuzberg antreten. Schon das Hinspiel hatte gezeigt, dass wir uns gegen diese betagte, aber clevere und spielstarke Truppe irgendwie ein wenig schwer tun. So war es auch heute.

Das Spiel begann denkbar schlecht für uns. Die Abwehr war noch nicht wach, die Torfabrik wollte nicht anlaufen - mit 1:5 lagen wir gleich nach wenigen Minuten hinten. Doch wir konnten uns fangen und vor allem über das probate Mittel gegen ältere Truppen, den Gegenstoß, zu einfachen Toren kommen. Schnell wendete sich dadurch das Blatt zu unseren Gunsten und wir konnten sogar mit 4 Toren Vorsprung in die Pause gehen.

Die zweite Hälfte plätscherte dann so dahin. Eigentlich tat sich recht wenig - der 4 Tore Abstand blieb über weite Strecken konstant. Als sich dann der Gegner durch sinnloses Gemecker mit dem aus meiner Sicht ordentlichen Schiedsrichter selbst dezimierte, schien die Sache endgültig entschieden. Doch es kam mal wieder anders. Anstatt dem Gegner, der teilweise nur noch mit 2 Feldspielern auf dem Platz stand, den "Gnadenstoß" zu versetzen, ließen wir unsere Konzentration völlig fallen und gaben die einfachsten Bälle her. So wurde es zum Schluß nochmal richtig spannend - aber mehr als auf ein Tor Abstand zum Endstand von 22:23 kamen die Landesbänker nicht mehr ran.  

Ein handballerischer Leckerbissen sieht anders aus - aber was soll's: 2 Punkte sind 2 Punkte. Nächste Woche müssen wir wieder ein wenig zulegen, wenn wir gegen den Konkurrenten aus Friedrichsfelde bestehen wollen.

written by Trainer at 14.03.2010 - 17:25
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06.03.2010 Kantersieg nach langer Pause
 

Laut Plan waren es 4 spielfreie Wochen, in realitas kam noch eine Woche hinzu - Dank der Absage der Spandauer Truppe vom letzten Wochenende, die uns 2 Punkte kampflos überlassen wollten. Solch lange Wettkampfpausen können hilfreich sein, um Wunden zu lecken und durch Erholung erneut Kräfte entwickeln zu können, sie können aber auch einen Lauf unnötig stören und Unruhe in ein motiviertes Team bringen. Und wenn dann noch der "Angstgegner" aus der Hinrunde den ersten Messpunkt nach eben beschriebener Pause darstellt, kann im Vorfeld auch mal ein wenig Unruhe und Unsicherheit aufkommen...

Soweit die Vorgeschichte zum gestrigen "Topspiel" des 13. Spieltags der Bezirksliga C gegen den Gast aus dem Nachbarbezirk, der HSG Charlottenburg II. Die im Durchschnitt recht junge Truppe des Gegners wirkte schon beim Aufwärmen hoch motiviert -  als wollte sie den Erfolg aus dem Hinspiel unbedingt wiederholen. Doch mit dem Anpfiff der beiden Schiedsrichter schien den Charlottenburgern, die teilweise die ganze Hallenlänge für ihre beeindruckenden Warm-up-Sprints benötigt hatten, irgendwie die Luft ausgegangen zu sein. Behäbig, langsam und drucklos wirkten die Angriffe des Gegners. Kein Kraut schien gewachsen gegen unsere starke 6:0-Deckung und unseren sicheren Torwart. Wir dagegen konnten durch konsequentes Gegenstoßverhalten schnell ein wenig davonziehen, sechs Tore Abstand waren es bereits nach 10 Minuten. Das hatten auch wir nicht erwartet.

Vielleicht lief es zu einfach für uns, vielleicht wurden wir dadurch auch etwas zu übermütig: Nach starker Anfangsphase schlichen sich nun plötzlich dumme, individuelle Fehler in unser Spiel ein. Ungenaue Pässe, miserable Wurfquote, schlechte Deckungsleistung - plötzlich war unsere Konzentration dahin. Die HSG nutzte dies in ihrer besten Phase dieses Abends effektiv aus und kam zu einfachen Toren. Schnell schmolz unser Vorsprung auf 2 Tore zum 10:8 zusammen. Dem Handballgott sei Dank konnten wir uns aber recht rasch wieder fangen und unsere Anfangskonzentration wiedererlangen, um die drucklosen Charlottenburger erneut auskontern zu können. Mit 17:10, was einer Vorentscheidung glich, ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel versuchte der Gegner noch einmal, sich aufzubäumen und eine richtige "Klatsche" zu vermeiden. Doch bereits in der 35. Spielminute war alles entschieden: Die HSG gab sich ab dem Stand von 22:13 offensichtlich geschlagen. Unser Torhunger war aber noch lange nicht gestillt. Konter um Konter liefen wir in Richtung des bedauernswerten Torwarts der Charlottenburger - er sollte am Ende 39 mal hinter sich greifen müssen.

Mit 39:20 gewannen wir am Ende hochverdient. Unsere Abwehr zeigte mal wieder eine beachtliche Leistung, Christian im Tor gab der Defensive zusätzliche Sicherheit. Im Angriff beeindruckte mich am meisten der unbedingte Wille, schnell zu spielen. Kaum ein Konter wurde ausgelassen, obwohl das Spiel bereits so früh entschieden war.

So kann es weiter gehen. Fürchten brauchen wir uns in dieser Verfassung vor niemandem...

written by Trainer at 06.03.2010 - 17:50
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23.01.2010 Punkteteilung beim Gipfeltreffen
 

Beim ersten Heimspiel des Jahres 2010 in unserer Beusselburg kam es gleich zum Aufeinandertreffen der beiden führenden Tabellennachbarn. Der Gegner, die Dritte der Füchse aus Reinickendorf, zeigte uns von Beginn an seine Stärken: Eine massive, teilweise hoch gewachsene 6:0-Abwehrreihe und vorne ein geduldiger, wohl organisierter aber dennoch druckvoller Spielaufbau im Rückraum.

Das Spiel begann intensiv, wie es sich für ein Gipfeltreffen gehört, sollte aber über die gesamte Spielzeit fair bleiben. Die Abwehrreihen und starke Leistungen der Torhüter beider Seiten dominierten das Spiel. Gerade unsere Defensivformation zeigte mit einem starkem Mittelblock um Christoph und Florian außergewöhnlichen Kampfeswillen und Einsatz. Leider gelang es uns zu selten, uns über schnelles Umschalten zum Schnellangriff für die Defensivarbeit zu belohnen. So mussten wir uns immer wieder Tor für Tor mühselig über den Positionsangriff gegen die sehr gut und defensiv stehende Füchse-Abwehr erkämpfen. Nahezu ausgeglichen mit leichtem Vorteil für die Reinickendorfer ging es mit 11:12 in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte sollte es zu einem kleinen Bruch in unserem Spiel kommen. Hinten erlaubten wir uns die ersten Abstimmungsfehler, die zu einfachen Toren für den Gegner führten. Um die Füchse nicht frühzeitig davonziehen zu lassen, waren nun im Angriff im Zugzwang. Die Folge waren teilweise überhastete Schnellangriffe, die Fehlerquote stieg - die Füchse konnten ihren Vorsprung bis auf vier Tore ausbauen.

Ab der 50. Minute stieg aber auch konditionsbedingt die Fehlerquote der Füchse. Wir hatten unser Pulver noch nicht verschossen und konnten durch unsere wiedererstarkte Abwehr langsam aber sicher die Oberhand gewinnen und uns Tor um Tor herankämpfen. Verdient konnten wir in der 59. Minute zum 21:21 ausgleichen und auch noch den darauf folgenden Angriff der Füchse erfolgreich abwehren. Es blieben uns 50 Sekunden, um das Spiel für uns zu entscheiden, doch die Füchse-Abwehr hielt unserem Ansturm stand.

So blieb es bei einer hart umkämpften Punkteteilung, ein aus meiner Sicht faires Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin. Die Mannschaft hat eine außergewöhnliche Abwehrleistung gezeigt, Motivation und unbedingter Siegeswille waren stets präsent. Dem Saisonziel "Platz 2" sind wir gestern einen enormen Schritt näher gekommen.

Beim Schreiben dieses Berichts erreichte mich leider eine Nachricht, die mich sehr betroffen macht: Oleg Velyky ist in der vergangenen Nacht seinem langen Krebsleiden erlegen. Möge Dich dort, wo Du jetzt bist, nichts und niemand mehr vom Handballspielen abhalten!

written by Trainer at 23.01.2010 - 9:15
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16.01.2010 Ungefährdeter Sieg gegen HSW Humbodt
 

Mit neuem/altem Trainer Chris Koch ging es am Samstag Nachmittag zum Tabellenletzten HSW Humboldt. Schon beim Aufwärmen war klar, wie das Spiel wohl verlaufen würde: Die hauptsächlich aus gestandenen Haudegen bestehende Truppe der Humboldter würde versuchen, das Spiel möglichst langsam zu gestalten, um unseren gerade in Sachen Schnelligkeit weit überlegenen Spielern irgendetwas entgegen setzen zu können. Unser Motto konnte nur heißen: Aggressive Abwehr, nicht Einschläfern lassen, konsequenter Gegenstoß.

Dies gelang uns nur allzu gut. Mit 9:0 gingen wir in Führung, bevor der Gegner in der 10. Minute zu seinem ersten Tor kam. Wir waren in allen Belangen haushoch überlegen, der Gegner erschien chancenlos und einfallslos. Doch wie das immer so ist in solchen ungleichen Begegnungen fängt irgendwann der Überlegene an, die Konzentration fallen zu lassen. So auch bei uns - HSW kam über ihren Mittelmann und ihren Kreisläufer immer mehr in Fahrt und kam dadurch auch zu immer mehr Chancen und Treffern. Mit einem Halbzeitstand von 18:11 für uns ging es in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte ging es genauso weiter, wie die erste geendet hatte: Zuviele Unkonzentriertheiten auf unserer Defensivseite führten zu einfachen Toren auf Seiten des Gegners, der eigentlich nur noch aus den beiden angesprochenen Spielern bestand. Am Ende sollten die beiden für 80% der von HSW geworfenen Tore verantwortlich sein. Bis zur 45. Minute blieb der Abstand immer konstant auf ca. 7 Toren, bevor unsere Angriffsseite richtig loslegte: 17 Tore erzielten wir in den letzten 15 Minuten, die zu einem erfreulichen Endstand von 42:24 gereichen sollten.

Lange Rede kurzer Sinn: Vorne hui - hinten pfui!

Nächste Woche wartet auf uns der Tabellenerste, die Füchse III. Bis dahin müssen wir versuchen, unsere Abwehrschwächen in den Griff zu bekommen, wenn wir hier ein Wort mitreden wollen. Und das wollen wir!

 

written by Trainer at 16.01.2010 - 18:10
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